- Während Technologen weiterhin praktische Anwendungsfälle für Artificial Intelligence (AI) erforschen, deutet ein Bericht von Coinbase darauf hin, dass AI Coins zumindest kurz- und mittelfristig überbewertet sein könnten.
- Coinbase-Analyst David Han meint, dass die schnellen Veränderungen in der AI-Forschung “uns vorsichtig machen”, was die langfristige Nachhaltigkeit der meisten AI Coins anginge.
- Hintergrund: Die Kurse diverser AI Coins sind zuletzt durch die Decke gegangen. So stieg allein in den letzten 7 Tagen zum Beispiel Theta Network um 62,79 Prozent, Fetch.ai gewann 65,32 Prozent hinzu und Singularity.NET stieg um ebenso beachtliche 40,04 Prozent.
- Dem Bericht folgend profitiert die Krypto-AI-Nische derzeit stark von der positiven Stimmung im Krypto-Markt und der Popularität von AI-bezogenen Nachrichten, etwa von Durchbrüchen bei Nvidia oder OpenAI. Die Aufmerksamkeit für die AI-Coins hätte daher wenig mit den eigentlichen Projekten zu tun.
- Was problematisch erscheint: Die meisten AI-Projekte im Krypto-Space konnten laut Han bisher kaum Investoren anziehen. Das stünde dem aktuellen Hype rund um die verschiedenen Coins deutlich entgegen.
- Auch gäbe es ein grundlegendes technologisches Problem, wenn AI auf Krypto trifft. Während Krypto-Projekte oft auf Dezentralisierung abzielen, stützt sich das aktuelle AI-Angebot meist auf zentralisierte Komponenten und Datenquellen.
- “Eine dezentralisierte AI-Zukunft, wie sie sich derzeit viele in der Krypto-Industrie vorstellen, ist nicht garantiert – tatsächlich ist die Zukunft der AI-Industrie selbst noch weitgehend unbestimmt”, so Han.
- Trotzdem könnte das Krypto-AI-Narrativ angesichts des Bullenmarktes und des sich schnell entwickelnden AI-Sektors noch stärker werden. Der Coinbase-Bericht weist aber darauf hin, dass für eine sinnvolle Adoption mehr als nur die Dezentralisierung von AI-Komponenten nötig wäre.
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