- Der Koreanische Won ist jetzt die weltweit dominante Fiatwährung im Kryptospace. Das geht aus Daten von Kaiko hervor.
- Wie das Analyseportal schreibt, sei das Fiat-Handelsvolumen in Won erstmals größer als das in US-Dollar (USD) gewesen. Die Daten beziehen sich auf das erste Quartal 2024.
- Demnach seien in Q1 Kryptowährungen in Höhe von 456 Milliarden US-Dollar in Won gehandelt worden; gut elf Milliarden USD mehr als im Greenback.
- Die gesteigerte Aktivität ist auf einen immer lebendigeren koreanischen Krypto-Markt zurückzuführen.
- 2021 hatte die Börse Upbit von 82 Prozent des Marktanteils in Korea auf sich vereinigt. Doch die Konkurrenz holt auf.
- Der Marktanteil des Mitbewerbers Bithump etwa hat sich seit Oktober 2023 verdreifacht. Das dürfte nicht zuletzt an der Null-Gebühren-Politik des Unternehmens gelegen haben.
- Dass der Won jetzt zur weltweiten Fiat-Leitwährung im Kryptospace geworden ist, hat auch kulturelle Hintergründe.
- Kleinere Coins erfreuen sich in Korea größerer Beliebtheit als große Kryptos wie Bitcoin und Ethereum. Bei Upbit liegt der Bitcoin-Marktanteil gerade einmal bei neun Prozent.
- Die Börse Upbit genießt zudem einen zweifelhaften Ruf als “Pumping-Bude”. Die Handelsaktivitäten waren schon häufig Auslöser für wilde Kursverläufe. So etwa bei Bitcoin Satoshi Vision, Theta Network, LOOM, Tezos, Immutable X und jüngst Pyth.
- Außerdem dient der sogenannte Kimchi-Premium, ein Aufschlag auf Krypto-Kurse in Korea, als Indikator für die Marktstimmung, eine Art Frühwarnsystem.
- Der Kimchi-Premium ist ein Ergebnis strenger Kapitalkontrollen in dem Land. Diese führen auch dazu, dass er sich nicht mittels Arbitragehandel ausnutzen lässt.
- Der Fall Terra Luna hat in Südkorea eine hitzige Debatte über die Regulierung von Kryptowährungen ausgelöst. Lee Bok-hyun, seines Zeichens Vorsitzender der Aufsichtsbehörde FSS trifft sich im Mai mit SEC-Chef Gary Gensler.
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