Dezentralität im Krypto-Space 

Große Klappe, nichts dahinter?

Dezentralität ist eines der großen Versprechen der Blockchain-Technologie. In der Praxis herrscht aber noch Luft nach oben. Ein Kommentar.

Moritz Draht
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Beitragsbild: Shutterstock

| Wie dezentral sind Blockchain-Protokolle wirklich?

In der Krypto-Blaupause, dem Bitcoin Whitepaper, fällt Dezentralität keinmal. Okay: Selbst von Bitcoin ist in dem Text, abgesehen von der Überschrift, nirgendwo die Rede. Im sechs Jahre später erschienenem Ethereum-Whitepaper findet sich “Decentralized” hingegen schon 41 Mal. Heute ist es eines der Buzz-Words im Krypto-Marketingjargon. Mit der Realität muss das aber nicht immer zu tun haben.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

“Auseinanderlegung von Verwaltungen”, so will es der Duden definieren. Auf Blockchains bezogen geht es um die Verteilung der Netzwerkabsicherung auf möglichst viele Rechner, den Nodes. Je nach Konsensverfahren unterscheidet sich, wie und mit welchen Mitteln Einigkeit über den Netzwerk-Status hergestellt wird. Und damit auch, wer die Mittel aufbringen kann.

Der inflationäre Gebrauch von Dezentralität ist hausgemacht. Blockchains sind Teil der Distributed-Ledger-Technologien. Also dezentral verwaltete Datenbanken, bei denen es – das ist der Trick – keine Zwischenhändler, keine autoritären Kontrollinstanzen gibt. Tückisch wird es aber, wenn man sich die Konsensverfahren von Blockchains genauer anschaut.  

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