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DeFi, NFTs, Krypto-Fonds Das Kapital zieht sich zurück

NFT-Verkäufe brechen ein, DeFi verliert 20 Prozent und Ethereum- und Bitcoin-Fonds erleben Kapitalflucht. Sind das die Vorboten eines drohenden Crashs am Krypto-Markt?

Giacomo Maihofer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Kapital Krypto Rot Kurs

Beitragsbild: Shutterstock

Krypto befindet sich im Bärenmarkt. Die Kurse der meisten Kryptowährungen bewegen sich seit Monaten seitwärts, mit leicht sinkender Tendenz. Im Zuge des historischen Krisengewitters aus Inflation, Pandemie und Krieg flüchtete im April 2022 viel Kapital aus dem Kryptomarkt – auch institutionelle Investoren. Fast alle Sektoren sind betroffen. Das sind die Daten für NFTs und DeFi, für Bitcoin- und Ethereum-Fonds.

1. Crash auf dem NFT-Markt: Volumen bricht um 90 Prozent ein

“NFT-Verkäufe brechen ein” titelte diese Woche die Washington Post. Sogenannte Non-fungible Token sind Besitznachweise digitalen Eigentums auf der Blockchain, beispielsweise von Musik oder Bildern.

Der Markt erlebte von 2020 bis zum September 2021 einen rasanten Aufstieg, Kritiker sprachen bereits in dieser Hochphase von einer Blase, die nur darauf warten würde, zu platzen. Genau das ist nun eingetreten: Laut Washington Post fiel das Handelsvolumen von NFTs seit dem Allzeithoch um 92 Prozent.

Ein gutes Beispiel für den Abwärtstrend ist das NFT des weltweit ersten Tweets von Jack Dorsey. Für knapp 2,9 Millionen US-Dollar in 2021 gekauft ist dieser nun fast wertlos.

Auch das allgemeine Handelsvolumen des größten NFT-Marktplatzes Open Sea fiel schon im Februar um 70 Prozent.

Gleichzeitig gibt es auch positive Signale. Laut einem neuen Report von Chainalysis steigt die Zahl der aktiven Käufer und Verkäufer. Der Verkauf von digitalem Metaverse-Land vom Bored Ape Yacht Club erzielte Anfang Mai 2022 einen Rekordumsatz von fast zwei Milliarden US-Dollar.

Eine genaue Analyse über des NFT-Report vom Datendienstleister Chainalysis lest ihr hier.

2. DeFi-Markt verliert über 20 Prozent

Auch der DeFi-Sektor boomte ab 2020. Unter DeFi versteht man ein alternatives und dezentrales Finanzsystem, offen für alle mit Internetzugang. Es bündelt ein dichtes Netz an Protokollen, dezentralen Apps und Plattformen, die mit Blockchains arbeiten. Mittlerweile existieren hunderte von Services.

Mithilfe sogenannter Smart Contracts wird das Geld in Form von Kryptowährungen so programmiert, dass es verschiedene Funktionen fast automatisch ausführt, darunter fallen beispielsweise Kreditvergabe- und Aufnahme. Das steigert die Effizienz und nimmt Mittelsmänner (wie traditionelle Banken) aus der Gleichung.

Das zirkulierende Gesamtkapital in DeFi wird als Total Value Locked bezeichnet (kurz TVL). Es stieg von 630 Millionen US-Dollar auf ein Allzeithoch von 250 Milliarden US-Dollar, ebenfalls im November 2021. Von diesem Allzeithoch verlor DeFi fast 20 Prozent an Vermögen, davon alleine zehn Prozent im April.

Aktuell beträgt der TVL in DeFi trotzdem noch stolze 205 Milliarden US-Dollar.

3. Institutionelle Investoren ziehen sich aus Bitcoin- und Ethereum-Fonds zurück

Laut dem Wochenbericht der Anlagefirma Coinshares flossen im April insgesamt 339 Millionen US-Dollar von institutionellen Geldern raus aus Bitcoin. Die letzte Aprilwoche verzeichnete den stärksten Exodus institutioneller Investoren seit Juni 2021. Der Großteil davon war in Bitcoin-Fonds zu beobachten.

Bei Ethereum zeigt sich ein ähnliches Bild: Fast 200 Millionen US-Dollar an institutionellen Geldern flossen in den letzten fünf Wochen ab, allein zehn Prozent davon in der letzten Aprilwoche.

Die Kurse von Bitcoin und Ethereum verloren laut Coinmarketcap im April beide fast 20 Prozent an Wert.

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