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Coin der Woche  Terra (LUNA) wird zur Bitcoin-Bank

Der LUNA-Token des Terra-Netzwerks hat diese Woche mal wieder ein neues Rekordhoch eingetütet. Aber nicht nur im DeFi-Bereich spielt Terra eine wichtiger werdende Rolle. Auch für Bitcoin wird das Netzwerk zum Wachstumstreiber.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

LUNA hat es mal wieder getan. Am Mittwoch, dem 30. März, stellte der Token ein neues Rekordhoch bei 110 US-Dollar auf. Knapp 450 Prozent hat LUNA jetzt im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Nur Solana (SOL) hat unter den zehn größten Kryptowährungen besser performt. Für die enorme Wertsteigerung sprechen mehrere Gründe. Das Terra-Netzwerk ist eine der wichtigsten Drehscheiben im DeFi-Markt, hat sich ein Ökosystem voller dezentraler Anwendungen aufgebaut – und hinterlässt seine Spuren auch im Bitcoin-Netzwerk.

Was ist und wie funktioniert Terra (LUNA)?

Terra ist ein algorithmisch abgesichertes Stablecoin-Netzwerk. Anstelle von Fiat-Rücklagen, dem gebräuchlichsten Modell Fiat-gebundener Kryptowährungen, das auch Tether (USDT) verwendet, stabilisiert der LUNA-Token den Wechselkurs der Stablecoins. Unter ihnen ist der an den US-Dollar gekoppelte TerraUSD (UST) mit einer Marktkapitalisierung von 16 Milliarden US-Dollar der mit Abstand größte.

Terra-Stablecoins haben eine elastische, also schwankende Umlaufmenge, die sich durch die Nachfrage bestimmt. Steigt die Nachfrage nach einem der Stablecoins, vergrößert sich der Supply, sinkt die Nachfrage, verringert sich auch die Umlaufmenge. Kursstabilität wird dabei durch automatisierte An- und Verkaufs-Algorithmen mit LUNA-Token hergestellt, die den ausgedehnten oder geschrumpften Supply mit der Nachfrage angleichen. Mehr dazu hier.

Zweitgrößter DeFi-Player

Mit seinem bisher ausfallsicheren Wechselkurssystem ist Terra eine der wichtigsten Stützen im DeFi-Ökosystem geworden. Inzwischen ist Terra die nach Total Value Locked, also dem Gegenwert der gesamten in DeFi-Anwendungen eingebundenen Token, zweitgrößte Blockchain – nach Ethereum. Über 28 Milliarden US-Dollar beträgt der TVL bei Terra laut Defillama. Das ist zwar noch meilenweit von Ethereums 124 Milliarden US-Dollar entfernt. Dafür hat Terra den lange Zeit größten Ethereum-Verfolger, die Binance Smart Chain (BSC), um mehr als das zweifache des TVL weit überrundet.

98 Projekte bauen aktuell auf Terra auf. Darunter das beliebte Sparprotokoll Anchor, das Renditen auf Terra-Einlagen ermöglicht. Oder Mirror, das den Handel mit synthetischen Assets, also Token, die den Basiswert von Aktien oder Rohstoffen, ermöglicht.

Ein neuer Bitcoin-Standard?

Nicht zuletzt spielt Terra aber auch im Bitcoin-Ökosystem eine größer werdende Rolle. Zur Absicherung des Stablecoins UST baut Terra schrittweise Bitcoin-Rücklagen in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar auf. “UST mit 10 Milliarden US-Dollar in BTC-Reserven wird eine neue monetäre Ära des Bitcoin-Standards eröffnen”, so Terraform Labs CEO und Gründer Do Kwon in einem Tweet.

Keine kleine Hausnummer. Damit wäre Terra der nach Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto größte Bitcoin Holder weltweit. Schon jetzt verfügt Terra laut Bitinfocharts über 30.727 Bitcoin. Davor liegen nur MicroStrategy (125.051 Bitcoin), Tesla (42.902 Bitcoin) – und eben Satoshi.

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