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Rettungsanker GameStop stellt Mitarbeiter für eigene NFT-Plattform ein

Der Videospiel-Händler GameStop gründet eine NFT-Plattform und versucht damit, auf die Gewinnerstraße zurückzukehren.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Gamestop-Filiale in Frankfurt am Main.

Beitragsbild: Shutterstock

Die US-Handelskette GameStop plant den Aufbau einer eigenen NFT-Plattform. Um diese zu betreiben, hat das Unternehmen bereits mehr als 20 Mitarbeiter angeheuert, wie einem Bericht des Wall Street Journal zu entnehmen ist. Die Plattform wird den Handel mit NFTs von Videospielgegenständen, wie Kleidung und Waffen für Spieler-Avatare, ermöglichen. Entsprechende Gerüchte gibt es schon seit rund einem dreiviertel Jahr. Auf der Webseite von GameStop war im April 2021 ein Analyst mit Kenntnissen in den Bereichen Krypto, Blockchain und NFTs gesucht worden. Ein genauer Zeitpunkt für den Launch der Plattform ist derzeit nicht bekannt.

Vergangenes Jahr hat GameStop sein Führungsteam und den Vorstand erneuert und den aktivistischen Investor Ryan Cohen zum Vorsitzenden ernannt. Die Turnaround-Bemühungen haben sich bisher noch nicht in der finanziellen Performance von GameStop niedergeschlagen. Zuvor wäre das Unternehmen sogar fast pleite gegangen. Viele Hedgefonds spekulierten als Leerverkäufer sogar auf den Konkurs. Doch dann nahm das Reddit-Forum r/wallstreetbets den Kampf gegen diese Shortseller auf und trieb den Kurs kurzfristig in astronomische Höhen.

Stoppt GameStop mit NFTs die Verluste?

Die NFT-Plattform könnte sich also durchaus als finanzieller Rettungsanker für GameStop entpuppen. Die Klientel von Videospielen scheint dafür ganz gut geeignet. Denn diese sind es bereits gewohnt, viel Geld für virtuelle Güter auszugeben. Das aktuelle Beispiel Dencentraland zeigt, dass auch virtuelle Immobilien in Videospielen sowie Sammlerstücke aus Videospielen ein schnell wachsendes Segment des NFT-Marktes sind. Andere prominente Videospielanbieter wie Ubisoft haben bereits damit begonnen, NFTs in ihre Titel einzubauen. Ob es GameStop damit gelingt, die bereits seit Jahren andauernde Verlustwelle zu stoppen, bleibt abzuwarten.

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