- Alan Rosenberg, Partner bei der Anwaltskanzlei Markowitz Ringel Trusty & Hartog, prognostiziert, dass der im November von FTX eingereichte Insolvenzfall länger dauern werde als andere Krypto-Insolvenzfälle wie Celsius und BlockFi.
- Grund dafür: FTX müsse erst mehrere Klageansprüche prüfen, um Gelder zurückzugewinnen, die vor der Insolvenz ausgezahlt wurden.
- “In Anbetracht der Bedeutung einiger dieser Übertragungen, insbesondere jener an große Organisationen, die sich effektiv verteidigen können, könnten einige dieser Angelegenheiten Jahre dauern”, so Rosenberg in einem Interview.
- Zudem bekommen die neuen FTX-Verwalter Druck vonseiten des Internal Revenue Service, der Steuerbehörde in den USA. Die Forderung: 44 Milliarden US-Dollar an Steuerrückzahlungen.
- Es könne in Zukunft zu weiteren Beschwerden dieser Art kommen, beispielsweise aufgrund der politischen Spenden von FTX, heißt es weiter.
- Ein weiteres Problem: die Entschädigung der Gläubiger in Krypto- oder Fiatwährung. “Soweit ich weiß, gibt es keine endgültige Rechtsprechung zur Bewertung von Kryptowährungen in Anfechtungsklagen”, so Rosenberg.
- Ein im Dezember eingereichter Reorganisationsplan könnte zum Millionenverlust für Kunden führen. Der Plan sieht vor, die Forderungen der Gläubiger am 11. November 2022 zu Krypto-Kursen – die deutlich niedriger waren als heute – zu bewerten.
- Noch ist die Entscheidung der FTX-Verwalter nicht endgültig. Bestimmte Gläubigergruppen erhalten die Möglichkeit, über den Plan abzustimmen, bevor dieser finalisiert wird.
- Ob die Auszahlung der Gläubiger so lange dauert, wie beim Insolvenzfall der Bitcoin-Börse Mt.Gox, bleibt abzuwarten. Erst Ende 2023 erhielten ehemalige Kunden erste Entschädigungen, knapp zehn Jahre nach der Insolvenz.
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