Vorwurf: Lügen und Bilanzbetrug 

Gemini-Gründer Cameron Winklevoss fordert Rücktritt des DCG-Chefs

Nach Ablauf des Ultimatums setzt Cameron Winklevoss nach. Der Gemini-Mitgründer fordert den Rücktritt des DCG-Chefs Barry Silbert.

Dominic Döllel
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Gemini

Beitragsbild: Picture Alliance

| Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss gründeten Gemini im Jahr 2015
  • Cameron Winklevoss, Mitgründer der Krypto-Börse Gemini, richtet in einem offenen Brief das Wort an die Digital Currency Group (DCG) und fordert den Rücktritt des aktuellen CEO Barry Silbert.
  • Zudem offenbarte der 41-Jährige mutmaßliche Lügen von sowohl DCG- als auch Genesis-Individuen.
  • Konkret heißt es: “Anfang Juli 2022 starteten Barry, DCG und Genesis eine sorgfältig ausgearbeitete Lügenkampagne, um Gemini Earn-Benutzer und andere Kreditgeber glauben zu machen, dass DCG 1,2 Milliarden US-Dollar an tatsächlicher Unterstützung in Genesis injiziert hatte.”
  • Weiterhin bezichtigte Winklevoss die Unternehmensgruppe des Bilanzbetrugs. Grund dafür sei die Verstrickung Genesis’ in den 3AC-Kollaps gewesen.
  • Abschließend findet Winklevoss klare Worte: “Es gibt keinen Weg nach vorne, solange Barry Silbert der Chef der DCG bleibt.” Silbert habe bewiesen, dass er “keine Lösung mit den Gläubigern finden” wolle, heißt es weiter.
  • Der Gemini-Gründer sei zuversichtlich, mit einem “neuen Management an einer positiven Lösung” zu arbeiten.
  • Schon vor wenigen Tagen stellte Winklevoss ein Ultimatum: Innerhalb einer Woche, solle eine Lösung für die auf Genesis eingefrorenen Kundengelder von Gemini in Höhe von 900 Millionen US-Dollar gefunden werden. Kunden warten bisher noch immer auf ihr Kapital.
  • Die Winklevoss-Zwillinge sehen sich derweil seit einiger Zeit selbst mit einer Klage und Betrugsvorwürfen seitens eigener Kunden konfrontiert.
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