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Meinungs-ECHO Krypto-CEOs einig: “Keiner kontrolliert das Bitcoin-Netzwerk”

Bitcoin dient vielen trotz hoher Volatilität als Inflationsschutz. Grund für Regulatoren, einzugreifen. Doch kann das gelingen? Das Meinungs-ECHO.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Herkules mit Bitcoin-Brille

Beitragsbild: Shutterstock

Bitcoin als Inflationsschutz? Verena Ross ist nicht überzeugt

Bärenmarkt hin oder her: Vielen Krypto-Fans gilt Bitcoin und mit ihm der Krypto-Markt nach wie vor als Inflationsschutz. Während US-Dollar, Euro und Co. mit bedenklicher Geschwindigkeit an Kaufkraft verlieren, wird gerade Bitcoin mit der Zeit wertvoller. Es wird kaum schwerfallen, jemanden zu finden, der sagt: “Hätte ich doch vor vier Jahren (mehr) Bitcoin gekauft.” Wer sein Geld indes auf der Bank lagert, kann förmlich dabei zu sehen, wie es weniger wert wird. Für Bitcoiner ist die Sache klar: Die Kryptowährung schützt vor Inflation, selbst wenn sie im kurzfristigen Verlauf im zweistelligen Bereich einkracht.

Verena Ross, Vorsitzende der Europäischen Wertpapierbehörde, sieht das ganze etwas kritischer. Sie warnt davor, dass die schwelende Inflation mehr und mehr Menschen dazu bringen könne, in Bitcoin und andere Hochrisiko-Assets zu investieren. Für Ross ein Grund, regulatorische Klarheit zu fordern. Wie Bloomberg berichtet, könne sie es laut eigenen Aussagen kaum erwarten, dass die EU eine Vorlage für eine einheitliche Krypto-Regulierung veröffentlicht.

Mit der wachsenden Inflation werden sich Investoren nach Investments umschauen, die die Inflation kompensieren und größere Gewinne einbringen. Das könnte auch zu höherem Risiko führen. Das ist etwas, was wir genau überwachen.

Verena Ross

“Keiner kontrolliert das Bitcoin-Netzwerk”

Ob es sich dabei um eine Reaktion auf die Aussage von Ross handelt oder nicht: Changpeng Zhao, Geschäftsführer der Krypto-Exchange Binance, macht ein klares Statement, wie es um die Kontrollmöglichkeiten des Bitcoin-Netzwerkes steht:

Keiner kontrolliert das Bitcoin-Netzwerk.

Changpeng Zhao, CEO Binance

Recht hat er. Das finden auch seine Brüder im Geiste, die es sich nicht nehmen lassen, ihren Senf zum Thema abzugeben.

Bitcoin ist Geld für alle, weil es keiner kontrolliert.

Anthony Pompliano

Bitcoin hat Regeln ohne Herrscher.

Michael Saylor, CEO Microstrategy

JP Morgan zeigt sich optimistisch

Für den kommenden Verlauf des Krypto-Marktes und des Bitcoin-Kurses im Speziellen zeigt sich JP Morgan optimistisch. Wie das US-Magazin Fortune berichtet, halten die Analysten der Investmentbank es für gut möglich, dass uns eine Erholung bevorsteht. So heißt es in einer jüngst veröffentlichten Einschätzung:

Zwar sieht die Korrektur des Krypto-Marktes im letzten Monat aus wie eine Kapitulation verglichen zum Januar und Februar. [Aber] für die kommende Zeit sehen wir für Bitcoin und den Krypto-Markt eine Aufwärtsbewegung.

Auszug aus einem JP Morgan Paper

Ferner sehe der Investment-Riese Kryptowährungen nun als wichtiger an als den Real-Estate-Markt.

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